Bewegung ist Medizin: Wie Sport deine Gesundheit schützt
Wer sich regelmäßig bewegt, lebt oft gesünder und kann das Risiko für verschiedene Erkrankungen senken. Bewegung unterstützt das Herz-Kreislauf-System, stärkt Muskeln und Knochen und kann bei bestimmten Therapien eine wertvolle Ergänzung sein.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen pro Woche mindestens 150 Minuten Bewegung mit moderater Intensität oder 75 Minuten intensive Bewegung. Zusätzlich sind muskelkräftigende Übungen an mindestens zwei Tagen pro Woche sinnvoll. Dabei gilt: Jede Bewegung ist besser als keine.
Bewegung und Krebs
Regelmäßige Bewegung kann das Risiko für bestimmte Krebsarten senken. Dazu gehört unter anderem Darmkrebs. Körperliche Aktivität wird bei einigen Krebsarten mit einem deutlich geringeren Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht.
Auch während einer Krebstherapie kann angepasste Bewegung hilfreich sein. Sie kann beispielsweise dabei unterstützen, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und Beschwerden wie die ausgeprägte Müdigkeit – auch Fatigue genannt – zu lindern.
Wichtig ist, die Intensität immer an den eigenen Gesundheitszustand anzupassen und das Training mit dem behandelnden medizinischen Team abzustimmen.
Herz und Kreislauf
Sport trainiert das Herz und unterstützt die Funktion der Blutgefäße. Regelmäßige Bewegung kann dazu beitragen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck zu senken.
Geeignet sind zum Beispiel:
- zügiges Gehen
- Radfahren
- Schwimmen
- moderates Krafttraining
- regelmäßige Spaziergänge
Auch nach einem Herzinfarkt kann Bewegung wieder Teil des Alltags werden. Der Wiedereinstieg sollte jedoch ärztlich oder therapeutisch begleitet und langsam gesteigert werden.
Rheuma und Gelenkbeschwerden
Bei Rheuma kann angepasste Bewegung helfen, die Muskulatur zu stärken und die Gelenke im Alltag zu entlasten. Regelmäßige Aktivität kann außerdem dazu beitragen, Beweglichkeit und Selbstständigkeit zu erhalten.
Besonders angenehm kann Training im warmen Wasser sein. Der Auftrieb entlastet die Gelenke, während die Muskulatur trotzdem aktiv arbeitet.
Geeignete Bewegungsformen können sein:
- gelenkschonendes Krafttraining
- Beweglichkeitsübungen
- Wassergymnastik
- Radfahren
- kurze Spaziergänge
Bei einem akuten Krankheitsschub sollte die Belastung reduziert und mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Diabetes Typ 2
Bewegungsmangel zählt zu den beeinflussbaren Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes. Regelmäßige Bewegung kann helfen, den Blutzucker zu regulieren und die Insulinwirkung des Körpers zu verbessern.
Dafür muss es nicht immer ein intensives Training sein. Auch kleine Veränderungen im Alltag können einen Unterschied machen:
- mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren
- kurze Wege zu Fuß gehen
- beim Telefonieren aufstehen
- öfter die Treppe nehmen
- längere Sitzphasen regelmäßig unterbrechen
Gerade bei Diabetes ist es sinnvoll, die Reaktion des eigenen Körpers auf Bewegung zu beobachten. Bei Unsicherheit kann eine ärztliche oder therapeutische Beratung helfen.
Stress und Burnout
Richtig dosierte Bewegung kann beim Stressabbau unterstützen. Sport bringt den Körper in Aktivität, kann die Stimmung verbessern und hilft vielen Menschen dabei, gedanklich Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Bei starker Erschöpfung oder Burnout gilt jedoch nicht automatisch: „Mehr Sport ist besser.“ Der Körper braucht ausreichend Pausen, Schlaf und Regeneration.
Sinnvoll können sein:
- ruhige Spaziergänge
- leichtes Krafttraining
- moderates Radfahren
- Mobility-Übungen
- kurze Bewegungseinheiten im Alltag
Entscheidend ist, die Belastung so zu wählen, dass sie Energie gibt und nicht zusätzlich erschöpft.
Osteoporose
Bewegung kann die Knochen stärken und dabei helfen, die körperliche Stabilität zu verbessern. Besonders sinnvoll sind Übungen, die Kraft, Gleichgewicht und Koordination trainieren.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Krafttraining
- Übungen im Stehen
- Gleichgewichtstraining
- kontrollierte Ganzkörperübungen
- regelmäßiges Gehen
Bei bestehender Osteoporose sollte das Training individuell angepasst werden. Vor allem bei erhöhtem Frakturrisiko ist eine fachkundige Anleitung wichtig, damit gefährliche Bewegungen und unnötige Sturzrisiken vermieden werden.
Bewegung muss nicht kompliziert sein
Du musst nicht sofort einen perfekten Trainingsplan umsetzen. Schon kleine Bewegungseinheiten können ein guter Anfang sein. Entscheidend ist, regelmäßig aktiv zu werden und eine Bewegungsform zu finden, die zu deinem Alltag, deinem Körper und deinen persönlichen Zielen passt.
Ein kurzer Spaziergang, ein paar Übungen zu Hause oder der Weg mit dem Fahrrad können der erste Schritt sein.
Bewegung ist Medizin. Schon kleine Bewegungseinheiten können große Vorteile für deine Gesundheit bringen.
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Bleib verschwitzt!
Dein Coch Manny
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du an einer Erkrankung leidest, Beschwerden hast oder nach einer Operation beziehungsweise Therapie wieder mit Bewegung beginnen möchtest, kläre die passende Belastung bitte vorher mit deinem medizinischen Fachpersonal ab.
